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Erzeugung von Kauf- und Verkaufspunkten

Mit dem Chartanalyse-Applet ist es möglich, Kauf- und Verkaufsignale für ein Wertpapier benutzerdefiniert zu erzeugen. Ein oft genutztes Signal ist der Kreuzungspunkt zwischen dem Chart und dessen gleitenden Durchschnittes (Moving Average MAV). Der MAV ergibt sich für jeden Punkt des Charts aus dem Mittelwert der x vorangegangenen Tage. Das x ist dabei ein Parameter des MAV's, der in dem Applet mit einem Schieberegler eingestellt werden kann. Durchstößt nun der Chart seinen MAV von oben, so ist dies ein Signal für einen fallenden Kurs und ein Verkaufspunkt (Sell Point) wird generiert und als roter Kreis auf dem Schnittpunkt dargestellt. Durchstößt der Chart seinen MAV von unten, so wird ein grüner Kaufpunkt (Buy Point) erzeugt.

Um eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber kurzzeitigen Schwankungen des Kurses zu erreichen, wurden zusätzlich variable Schwellwerte für die Erzeugung der Kauf- und Verkaufspunkte eingeführt. Wird der Schieberegler für "Buy Threshold" aus seiner Default-Stellung auf einen Wert gesetzt, so bedeutet dieser Wert x, daß der Chart vor einem betrachteten Kreuzungspunkt x Tage ununterbrochen darunter und nach dem Kreuzungspunkt x Tage ununterbrochen darüber gelegen haben muß, damit dort ein "Buy Point" generiert und angezeigt wird. Dies gilt analog auch für die "Sell Threshold".

Wird in der zweiten Checkbox "Calculate by ..." Momentum gewählt, so werden die Kauf- und Verkaufspunkte auf die gleiche Art und Weise mit dem Momentum erzeugt. Das (relative) Momentum x ergibt sich aus der Division jedes Punktes des Charts mit dem Wert vor x Tagen. Für gleichbleibende Werte ergibt sich damit ein Momentum von 1. Dies entspricht der durchgehenden grauen Linie in der Momentum-Darstellung. Ein Kaufpunkt wird nun generiert, wenn das Momentum diese Linie von unten nach oben durchstößt. Ein Verkaufspunkt analog dazu (von oben nach unten). Für die Schwellwerte gilt das gleiche wie beim MAV. Für die Darstellung der Gewinn/Verlust-Dreiecke werden diese Punkte noch auf die darüberliegende Chartkurve projiziert (verbunden durch grauen Linien).

Gewinn/Verlust-Dreiecke
Werden sowohl Kauf- als auch Verkaufspunkte erzeugt, so wird automatisch zwischen einem Kaufpunkt und dem nächsten Verkaufspunkt der Gewinn (oder Verlust) berechnet und dargestellt, der sich ergeben hätte, wenn man diesen Signalen gefolgt wäre. Ein Gewinn erscheint dabei als graues und ein Verlust als rotes Dreieck. Dabei wird bereits beim Kauf und Verkauf ein einstellbarer Betrag (Default-Wert 1%) als Gebühr abgezogen. Zusätzlich kann noch ein individueller Wert für die Spekulationssteuer eingestellt werden. Diese wird fällig, wenn Gewinne mit Aktien erziehlt werden, die weniger als 1 Jahr gehalten wurden (Stand 2003). Der genaue Wert hängt vom persönlichen Steuersatz ab, außerdem können Verluste gegengerechnet werden (Stand 2003) und es gibt einen Freibetrag. In der unteren Zeile des Chartfensters wird dann noch die Summe der Erträge und der auf die Einsatzzeit umgerechnete Durchschnitt ausgegeben.